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Verein übergibt 187.000 EUR an die Universität Leipzig

Verein übergibt 187.000 EUR an die Universität Leipzig

“Zusammen gegen den Krebs” e. V. fördert Krebsforschung

Eines der aktuell geförderten Projekte befasst sich mit der funktionellen Leukämiediagnostik. Konkret geht es um die systematische Charakterisierung von Stoffwechseleigenschaften leukämischer Zellen. Ziel ist es, ein neues Diagnostikverfahren zu etablieren. “Wir vergleichen die Stoffwechseleigenschaften leukämischer Zellen von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie mit denen gesunder Spender, um definierte Tests zu entwickeln, damit jeder Patient schnell und zuverlässig die passende Therapie bekommt”, erklärt Prof. Niederwieser. Darüber hinaus sollen diese Studien die für Leukämie spezifischen Stoffwechselwege liefern. Dieses Wissen helfe bei der gezielten Zerstörung hartnäckiger leukämischer Zellen.

Das zweite vom Verein “Zusammen gegen den Krebs” geförderte Projekt beschäftigt sich mit der genauen Quantifizierung von Leukämiezellen während der Behandlung von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie. Dafür soll mit sehr genauen Testsystemen die Tumorlast gemessen und mit dem Verlauf korreliert werden. Ein Protokoll zur Behandlung wird erstellt und ein Datenerfassungssystem von der Diagnose bis zum Therapieende für insgesamt 35 Universitätsklinika, Schwerpunktkrankenhäuser und Praxen entwickelt. Mit den Mitteln wird auch die Tumorlast bei jedem einzelnen Patienten durch aufwendige Methoden gemessen. “Ziel ist es, jede Form der Leukämie zu personalisieren. Das ist für eine individuelle Therapie notwendig”, erklärte Niederwieser.

Der Verein “Zusammen gegen den Krebs” unterstützt die Universität Leipzig bei ihren Forschungen für eine gezieltere Diagnostik und Therapie u. a. von Leukämieerkrankungen: Der Vorsitzende des Vereins, Alexander Prinz von Sachsen, übergab am Freitag eine Spende in Höhe von 187.000 Euro für zwei Forschungsprojekte an die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Beate Schücking.

Rektorin Beate Schücking betonte am Freitag bei der Spendenübergabe, dass die Leukämieforschung in den vergangenen 30 Jahren besondere Fortschritte erzielt hat. Damals sei diese Diagnose fast immer ein Todesurteil gewesen. Heute hätten viele Leukämiepatienten gute Überlebensaussichten. Prinz Alexander von Sachsen sagte, dass ein großer Teil der Spendengelder von ehemaligen Leukämiepatienten komme. Vereinsvorstand Jochen Müller-Berndorff versicherte, man wolle die Leukämieforschung auch weiter fördern. Für schon beantragte Forschungsprojekte sei aber die Hilfe von Spendern weiterhin erforderlich.

Leukämieerkrankungen haben ihren Ursprung im Knochenmark. Die Ursachen für die Entstehung sind immer noch nicht geklärt. Faktoren wie genetische Defekte, Lebensgewohnheiten und Umweltbelastungen tragen dazu bei.

Bild: Peter Heitmann, Jochen Müller-Berndorff, Prof. Dietger Niederwieser, Alexander von Sachsen, Rektorin Beate Schücking
Fotograf: Swen Reichhold